Ferienhaus "Altes Eichamt"

Kürfürst Jakob III. von Eltz führte an der Mosel im Jahre 1567 die „Eich“ ein: das Normen von Wein und allen anderen Waren, die man mit Weinmaßen zu messen und verkaufen pflegte. Als Einheit diente das Ohm ( 1 Ohm = 160 Liter). Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich das französische Fuder (1 Fuder = 1.000 Liter) als „Eich“ - Einheit für Weinfässer nach und nach durch. Preußen veranlasste die Einrichtung von staatlich kontrollierten Eichstellen in den Moselgemeinden. Eichmeister wurden bestellt, um das Fassungsvermögen der Weinfässer zu bestimmen. Der Vorgang wurde „Auslitern“ genannt und dauerte ca. 1 Stunde. Als Hilfsmittel standen dem Eichmeister Gussbehälter mit einem Fassungsvermögen von 600 l, 150 l, und 50 l sowie Glaskolben von 5 l und 2 l zur Verfügung. Zum „Auslitern“ verwendete der Eichmeister Wasser. Wenn das Weinfass der Norm entsprach, brannte der Eichmeister das Eichjahr auf das Fass und setzte ein Siegel darauf. Alle 2 Jahre musste das Fass nachgeeicht werden.

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